Image ist alles

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by Alexander Hamann

Image ist alles! In unserem Agenturalltag gehört sicher zu den am meisten gestellten Aufgaben, ein profitables, positives Image für unsere Kunden zu etablieren. In diesem Blogartikel interessiert uns jedoch ein ganz spezielles Image, denn ich muss zugeben, wie viele Informatiker, Mathematiker und Physiker bin auch ich vom Virus des Texas Hold’em befallen.
Ihr Image beeinflusst und steuert das Verhalten Ihrer Mitmenschen. Sollten Sie zu der seltenen Spezies gehören, denen Ihr und das Image anderer in der Gesellschaft gleichgültig ist, so ist dieses ehrenwert, darf aber nicht auf ein Pokerspiel übertragen werden.
Poker ist und bleibt vor allem ein Spiel mit vieler relvanten, aber für Sie unbekannten Informationen. Deswegen addieren sich eine Reihe von Faktoren hinzu, die die Dynamik des Pokerspiels ausmachen. Ein sehr wichtiger Indikator ist das Table Image. Hierbei geht es nicht darum ob Sie dank des Tragens einer spiegelnden Sonnenbrille als besonders cool eingeschätzt werden, sondern der Begriff bezeichnet die Vorstellung, die sich die anderen Spieler von Ihrer Spielweise bilden.

Sobald einige Hände gespielt sind, entsteht bereits ein Bild von Ihren Kontrahenten. Bleibt ein Spieler während des gesamten Spiels seiner Spielweise – also seinem Image – treu, ist es keine große Schwierigkeit sich auf ihn einzustellen und die eigene Spielweise dementsprechend anzupassen.
Die erste grobe Gliederung für das Table Image unterscheidet in „loose“ und „tight“. Spielen Sie viele Hände, dann bezeichnet Sie der Pokerslang als „loose“. Spielen Sie eher wenige Hände oder nur mit hohen Pocket Karten, dann geltet Sie als „tight“. Anschließend wird kategorisiert, ob die Spieler dabei eher aggressiv oder passiv sind, was man in der Kombination als „tight-aggressive“ oder „loose-passive“ nennt (respektive „loose-aggressive“ oder „tight-passive“) Ein Spieler, der „loose-passive“ agiert, wird zum Beispiel vor dem Flop sehr oft einfach nur bezahlen und seine Hand am Flop schlicht passen, wenn er nicht gerade ideal getroffen hat.

Weitere Kriterien aus denen sich das Table Image ergibt sind z.B.:

  • versucht der Spiler permanent die Stärke seine Hand zu verschleiern,
  • spielt er ziemlich direkt und geradeaus,
  • ist er Gelegenheitsspieler,
  • oder ein Gambler, der bereit ist große Risiken einzugehen und viele spekulative Hände spielt.

„All das sollten Sie registrieren. Vermeiden Sie dabei aber einen der verständlichsten, weil menschlichen Fehler beim Poker: Projizieren Sie niemals Ihre Spielweise auf die Ihrer Gegner. Es ist sehr selten, dass zwei Spieler am Tisch Poker identisch interpretieren.
Zur Kunst des Spiels gehört es sein Table Image entweder gar nicht richtig entstehen zu lassen oder es geschickt zum eigenen Vorteil zu wechseln. Um möglichst viele und umfangreiche Informationen zusätzlich zu erhalten, analysieren Poker Profis die Spielweisen und das sich daraus ableitende Image ihrer Kontrahenten bereits lange im Voraus.

In einem undurchschaubaren Table Image liegt auch ein Vorteil für Poker-Neulinge, bzw. ist einer der Gründe, warum es ihnen gelingen kann selbst den Main-Event aller Poker Turniere in Las Vegas zu gewinnen.

Zum einen sind Turnier Poker Novizen unbekannt und ihre Spielweise konnte deshalb nicht analysiert werden. Zum anderen spielen sie oft sehr unkontrolliert und sind daher nicht klar einzuordnen. Sollte ein Neuling dieses Pokerspiel zu seiner individuellen, erfolgreichen Poker Strategie erheben, so wäre es ideal. In der Realität beschränkt es sich aber eher auf ein chaotisches Pokerspiel, mit nur geringen Chancen sich langfristig gewinnbringend zu profilieren.

Wir sind Spezialisten im Aufbau eines exzellenten Images, die notwendige Maske für ein ertragreiches Pokerspiel muss jeder jedoch selbst kreieren.