Gestaltgesetze der visuellen Wahrnehmung

gestalt_thumb

by Alexander Hamann

Selbstverständlich wünscht sich jeder Kunde eine optimierte Strukturierung seiner Web-Seite. Eine Web-Seite die lockt, und ihre Benutzer dazu verführt, sie gerne und oft zu besuchen.

Es bestehen eindeutige kognitive und gestaltpsychologische Aspekte, die eine exzellente Webseite auszeichnen und es dem Nutzer erleichtern seinen Besuch zu genießen.

Inhaltlich fordert dieses ein Design, welches dem User vor allem eine positive Emotion schenkt, ein Erleben, während er sich parallel in einer Phase des höchsten Leistungs- und Konzentrationsniveau befindet. Psychologen haben für diesen Zustand den Begriff FLOW eingeführt.

Das formale Ziel liegt in einer ausgeprägten Usability. Die Web-Seite muss sich durch einfache Benutzbarkeit, Benutzerfreundlichkeit sowie leichter und schneller Navigation auszeichnen.

Einer der Grundlagen für diese Usability sind die Gestaltgesetze. Für unsere visuelle Wahrnehmung, insbesondere die Verarbeitung der Tiefen- und Objektwahrnehmung in der virtuellen Realität des Internets, sind diese Gesetze von elementarer Bedeutung.

Gestaltgesetze (Quelle – Wikipedia):

  • Gesetz der Prägnanz
    Es werden bevorzugt Gestalten wahrgenommen, die sich von anderen durch ein bestimmtes Merkmal abheben (Prägnanztendenz). Jede Figur wird so wahrgenommen, dass sie in einer möglichst einfachen Struktur resultiert.
  • Gesetz der Nähe
    Elemente mit geringen Abständen zueinander werden als zusammengehörig wahrgenommen.
  • Gesetz der Ähnlichkeit
    Einander ähnliche Elemente werden eher als zusammengehörig erlebt als einander unähnliche..
  • Gesetz der Kontinuität
    Reize, die eine Fortsetzung vorangehender Reize zu sein scheinen, werden als zusammengehörig angesehen.
  • Gesetz der Geschlossenheit
    Linien, die eine Fläche umschließen, werden unter sonst gleichen Umständen leichter als eine Einheit aufgefasst als diejenigen, die sich nicht umschließen.
  • Gesetz der gemeinsamen Bewegung
    Zwei oder mehrere sich gleichzeitig in eine Richtung bewegende Elemente werden als eine Einheit oder Gestalt wahrgenommen.
  • Gesetz der fortgesetzt durchgehenden Linie
    Linien werden immer so gesehen, als folgten sie dem einfachsten Weg. Kreuzen sich zwei Linien, so gehen wir nicht davon aus, dass der Verlauf der Linien an dieser Stelle einen Knick macht, sondern wir sehen zwei gerade durchgehende Linien.
  • Gesetz der gemeinsamen Region
    Elemente in abgegrenzten Gebieten werden als zusammengehörig empfunden.
  • Gesetz der Gleichzeitigkeit
    Elemente, die sich gleichzeitig verändern, werden als zusammengehörig empfunden.
  • Gesetz der verbundenen Elemente
    Verbundene Elemente werden als ein Objekt empfunden.