Neuromarketing – Belegte Ergebnisse Teil 2

Demotivator-Formula_150px

Neuromarketing - Belegte Ergebnisse

by Alexander Hamann

Weitere wichtige Ergebnisse des Neuromarketing sind u.a..

  • „First-Choice-Brand“-Effekts – bei der Auswahl verschiedener Brands lassen sich die Kunden lediglich für eine einzige Marke „emotionalisieren“.
  • Produkte, die fester Bestandteil eines Programminhalts sind – wie Coke z.B. beim Finale der NFL– bleiben nicht nur besser im Gedächtnis haften, sie verringern auch die Fähigkeit, sich an andere Marken zu erinnern.
  • Der Effekt, den man als „Spiegelneuronen bei der Arbeit“ definiert“. (Neuronen, die aktiv werden, wenn eine Handlung ausgeführt oder die gleiche Handlung beobachtet wird.) Wenn Menschen wispern, sprechen auch anderer leiser. Wenn man mit alten Menschen zusammen ist, geht man automatisch langsamer. Diese Spiegelneuronen bringen auch Menschen dazu, das Einkaufsverhalten anderer zu imitieren. Sieht man eine andere Person mit etwas Außergewöhnlichen, dann wecken die Spiegelneuronen bei einem den Wunsch, selbst das gleiche extravagante Teil zu besitzen.
    Die Spiegelneuronen sind jedoch nicht alleine tätig. Häufig arbeiten sie mit Dopamin zusammen, der Chemikalie des Vergnügens in unserem Gehirn. Dopamin ist eine der am stärksten suchterzeugenden Substanzen, die wir kennen, und Einkaufsentscheidungen werden zumindest teilweise durch seine verführerische Wirkung gesteuert. Wenn Sie etwas für Sie sehr Begehrenswertes sehen, überflutet Dopamin Ihr Gehirn ganz diskret mit Vergnügen
    .
  • Social Networking bewirkt im Hirn ähnliches wie die Liebe. Das für die Bindungsintensität bedeutsames Hormon Oxytocin wird ausgeschüttet. Oxytocin nennt man nicht umsonst auch das Hormon der Treue und des Vertrauens.
  • Wenn Produkte erblickt werden, die mit Selbstwahrnehmung und sozialen Emotionen zusammenhängen, wird eine Region im Stirnlappenkortex, (Brodmann-Areal 10) aktiviert. Daraus folgert, dass wir bewusst oder unbewusst aufregende Dinge wie iPhones, Porsches und dergleichen hauptsächlich hinsichtlich ihres Potenzials beurteilen, in wie weit diese unseren gesellschaftlichen Status erhöhen.
  • Es besteht ein großer Zusammenhang zwischen Ritualen und unseren Gedanken beim Einkauf! Produkte und Marken, die mit Ritualen oder Aberglaube verbunden sind, bleiben viel besser im Gedächtnis haften als andere. In einer zunehmend normierten, sterilen, homogenen Welt helfen Rituale dabei, eine Marke von einer anderen zu unterscheiden. Es besteht ganz offensichtlich eine Beziehung zwischen Spiritualität und Branding.
  • Logos sind durchaus nicht so einflussreich, wie Unternehmen glauben, doch auf Märkten, auf denen die Anzahl an Produkten ständig wächst, gewinnen einfache, aber ausdrucksvolle Symbole zunehmend an Bedeutung, weil sie eine weltweit sofort verständliche Kurzschrift darstellen.
  • Bei der Wahrnehmung von sehr starken Marken– Apple, Harley-Davidson, Ferrari und andere –, spielen sich im Gehirn die gleichen Aktivitäten ab wie beim Anblick religiöser Bilder. Die Reaktionen der Probanden auf starke Marken und religiöse Kultsymbole waren nicht nur bloß ähnlich, sondern fast identisch.
  • Visuelle Eindrücke sind wesentlich wirkungsvoller und bleiben besser im Gedächtnis, wenn sie mit einem anderen Sinneseindruck verbunden sind, beispielsweise einem Geräusch oder einem Geruch. Der Geruch aktiviert später alleine vielfach die gleichen Gehirnregionen wie der Anblick eines Produkts – auch der Anblick des Produktlogos.